Software-as-a-Service: Ein Gewinn für alle Seiten

SaaS auf dem Siegeszug

Ein Markt im Umbruch…

Software-as-a-Service ist längst mehr als nur ein Trend! Es ist eine Win-Win-Situation für Anbieter und Kunden. Schließlich wird die Möglichkeit, Software und Rechenleistung flexibel über das Internet zu beziehen, von einer immer größeren Zahl an Unternehmen nachgefragt. Diese Nachfrage spüren wir in vielen Gesprächen mit Kunden und Interessenten auf Messen, Roadshows und anderen Veranstaltungen. Dabei sind es keinesfalls nur große Konzerne, die hier besonderes Interesse zeigen, auch kleinere und mittelständische Unternehmen lassen sich gern über die Vorteile und Chancen informieren, die aus dem Einsatz von Software im SaaS-Modell resultieren.

Dabei hat Software-as-a-Service und sein enger Verbündeter, das Cloud Computing, vor allem die Art der Anwendungsbereitstellung auf Anbieter-Seite sowie die Art des Anwendungsbezugs auf Anwender-Seite revolutioniert. Software-as-a-Service (SaaS) erlebt mit dem gegenwärtigen Siegeszug des Cloud Computing eine Renaissance. Denn das Konzept der webbasierten Lösungen ist keinesfalls eine neue Mode-Erscheinung in der Software-Welt, sondern weist bereits eine weitaus längere Historie auf, was Begriffe wie on-Demand oder ASP belegen.

Aus Anwendersicht

Kommen wir direkt zu den Vorteilen für den Anwender: SaaS- Lösungen, wie unsere webbasierte E-Mail-Verschlüsselungslösung WebCrypt Live, versprechen deutlich geringere Kosten in der Anschaffung – insbesondere im Hardware-Bereich. Größere Softwareprojekte und die damit verbundene Infrastruktur  lassen sich liquiditätsschonend realisieren und ermöglichen einen zügigen Return-on-Investment (ROI). Zudem entfällt der zugrundeliegende Installations- und Administrationsaufwand. Zusätzliche Ressourcen können bei Bedarf einfach zugekauft oder wieder zurückgefahren werden und es besteht keine Gefahr, dass die Lösungen veralten. Sie bleiben immer up-to-date. Das sind handfeste Argumente, die in den IT-Abteilungen aber auch in den Vorstandsabteilungen zu überzeugen wissen und SaaS zur Durchsetzung in den Unternehmen verhilft.

SaaS auf dem Vormarsch Schon 74 Prozent der deutschen Unternehmen greifen auf Anwendungen aus der Cloud zurück. Laut einer KPMG-Studie will zudem knapp die Hälfte aller befragten Vorstände weiterhin in SaaS investieren. Es wundert demnach kaum, warum wir ein starkes, sich weiter fortsetzendes Wachstum des globalen SaaS-Markts beobachten können: Im vergangenen Jahr wurden 14,5 Milliarden US-Dollar mit SaaS-Produkten umgesetzt. Bis 2015 wird ein Wachstum auf 21,3 Milliarden US-Dollar erwartet. Das ist ein Markt, der sich nicht wegdiskutieren lässt und auf allen Seiten Veränderungen im Umgang und dem Einsatz von Software mit sich bringt.

Aus Anbietersicht

Auf der anderen, der Anbieter-Seite, eröffnen sich zudem vollkommen neue Perspektiven. Für Softwareanbieter ist hier in den letzten Jahren ein neuer Markt entstanden, der zufriedengestellt werden will. Mit SaaS erschließen sich Hersteller nicht nur einen weiteren Vertriebsweg, sondern profitieren zugleich von zahlreichen Vorteilen. So reduzieren sie die Bereitstellungszeit der eigenen Lösungen durch integrierte Automatismen, welche Betriebssystem, Datenbanken und Anwendung in einem Rutsch ausliefern.

Auch die „go-to-market“-Zeit der eigenen Produkte wird deutlich verkürzt: So kann mit einer standardisierten SaaS-Lösung in kurzer Zeit ein großes Klientel bedient werden. Automatisierte Prozesse können zudem helfen, Kosten im technischen Kundensupport zu reduzieren. Auch flexiblere Lizenzierungsverfahren für Kunden – durch eine  Abrechnung auf Mietbasis und nach Nutzungsumfang (Pay-as-you-go-Modell) – versprechen ein Mehr an Agilität und sind ein gewichtiges Argument.

Fazit

SaaS stellt, wie ich so provokant zum Beginn des Beitrages formuliert habe, somit tatsächlich eine Win-Win-Situation für Anwender und Anbieter dar. Beide Seiten gewinnen gleichermaßen an Flexibilität und Agilität, können bedarfsgerecht operieren, erschließen sich vollkommen neue Möglichkeiten in der Anwendungsnutzung- bzw. Bereitstellung und gewinnen an Wirtschaftlichkeit. Daher rate ich dazu, SaaS-Modelle in zukünftige Überlegungen mit einzubeziehen.

geschrieben von: Andreas Richter

Andreas Richter

Andreas Richter ist EVP Marketing & Product Management bei GBS und verantwortet die weltweite Marketing- und Produktstrategie. In seiner Arbeit verknüpft er umfassende Marketing-Expertise mit einem breiten Know-how in Bereichen wie IT-Sicherheit, E-Mail-Management, Collaboration, Social Business, Cloud, Compliance und Mobility.

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2 Kommentare

  1. Es bleibt immer noch die Frage, auf welche wundersame Weise ein Software-Sachgut zu einem Service mutieren kann, insbesondere angesichts der Tatsache, dass jeglicher Service per se intangibel & immateriell, substanzlos & flüchtig ist.

  2. Da es unter dem fabulösen & nebulösen Hypeonym „Software-as-a-Service“ in Wirklichkeit um Application Hosting Services geht, war in den 1980er Jahren SAP/R2 auf einem klassischen Mainframe-System auch schon ein „SaaS“.

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