Ein Ausflug in die Welt der IT-Zahlen

Was wäre die IT ohne Zahlen?

IT-Branche ist auf Zahlen angewiesen

Ziemlich langweilig finden wir, denn womit sonst sollten wir unsere Präsentationsfolien für das nächste Meeting füttern oder Kollegen in der Mittagspause verblüffen. Und wo sonst sollten wir so viel Wunderbares hineininterpretieren, wenn nicht in all die bunten Kurven, Balken und Torten? Okay, ganz ernst gemeint war es jetzt nicht, immerhin stützen repräsentative Studien und fundierte Trendforschungen unsere Vermutungen, dienen als Argumentations- und Entscheidungsgrundlage für alle Unternehmensbereiche.

Wir haben zahlreiche Prognosen, Studien, Umfragen, Analysen und Statistiken gewälzt und aufschlussreiche Ergebnisse rund um Mobility und digitales Leben, Cloud-Technologien und Big Data, sowie die IT-Sicherheit zusammengetragen. Und jetzt viel Spaß beim Lesen!

Deutsche hadern mit der Cloud

Cloud: Nicht in jedem Unternehmen auf der Agenda Nur 11 Prozent der deutschen Firmen nutzen Cloud Computing Dienste. Das ist weit unter EU-Durchschnitt, der bei 19 Prozent liegt. Der „Wolke“ gegenüber wesentlich aufgeschlossener sind da die Italiener (40%), Schweden (39%) und Finnen, die mit 51% die Nase ganz weit vorn haben. (Quelle: Eurostat 2014)

Digitalisierung bestimmt die ToDos von CIOs

Mit der digitalen Transformation ist das Zeitalter des Endbenutzers angebrochen: Der Fokus der IT liegt auf dem Anwender. Hierfür müssen alte Plattformen durch neue, agile und flexible ersetzt werden, die Innovationen und Geschäftsprozesse besser unterstützen. Im Laufe dieses Jahres wollen 80 Prozent aller CIOs die Migration ihrer Lösungen auf moderne IT-Plattformen (Cloud Computing, Mobility, Big Data/Advanced Analytics und Social Business) beschleunigen. Genauso viele werden neue IT-Architektur Ansätze nutzen, um Innovationen und Geschäftsprozesse zu unterstützen. 65 Prozent aller konkurrenzfähigen Marktansätze sollen außerdem noch in diesem Jahr auf einer IT-as-a-Service basierten Echtzeitlösung aufsetzen. (Quelle: IDC)

Der Mittelstand und das Problem mit der E-Mail-Sicherheit

Internetsicherheit, Datensicherung und -entsorgung bereiten deutschen Mittelständlern dank Virenscanner und ähnlichen Schutzmechanismen kaum noch Schwierigkeiten. Die sichere Kommunikation per E-Mail dagegen bejahten 2014 nur 43 Prozent – sieben Prozent weniger als im Vorjahr! Demnach versenden und empfangen über die Hälfte der deutschen Unternehmen ihre E-Mails ohne Sicherheitsmaßnahmen. Das geht besser meinen wir. (Quelle: Deutschland sicher im Netz)

Die Beute kann sich sehen lassen

Datenklau nimmt gewaltige Dimensionen an 1,2 Milliarden Kombinationen aus Benutzername und Passwort und über 500 Millionen E-Mail-Adressen sollen russische Cyberkriminelle laut US-Unternehmen Hold Security im vergangenen Jahr bei 420.000 Websites erbeutet haben. Überhaupt hat Datendiebstahl getreu dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ gewaltige Dimensionen. Spitzenreiter ist bislang Adobe: Dem Softwarehersteller wurden 2013 über 152 Millionen Datensätze entwendet, knapp gefolgt von eBay, dem im vergangenen Jahr 145 Millionen Datensätze gestohlen wurden. Eine der ersten bekanntgewordenen großen Datenpannen gab es 2005, als bei AOL 92 Millionen Daten erbeutet wurden. (Quelle: Informationisbeautiful.net Medienberichte)

Im Jahr 2013 ist die Zahl der Angriffe auf die IT- Sicherheit von Unternehmen weltweit auf 42,8 Millionen gestiegen – ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent. Pro Tag waren es demnach durchschnittlich 117.330 Angriffe. Jede Attacke kostete die Unternehmen mit geschätzten 2,7 Millionen Dollar gut ein Drittel mehr als noch 2012. (Quelle: PWC)

Internet of Things (IoT) auf dem Vormarsch

Das Internet der Dinge vernetzt Gegenstände des täglichen Gebrauchs

Bis zum Jahr 2020 sollen weltweit über 25 Milliarden Geräte im Internet der Dinge vernetzt sein. Wachstumstreiber sollen vor allem die Auto- und Unterhaltungsindustrie sein. (Quelle: Gartner) Aber bei allen spektakulären Visionen über die vernetzte Zukunft sollten wir nicht aus dem Auge verlieren, dass im Internet der Dinge die Sicherheit gewährleistet sein muss. Hier gibt es noch sehr viel Nachholbedarf.

Investitionen in Industrie 4.0 steigen

Im kommenden Jahr sollen die ITK-Investitionen der Unternehmen für Industrie 4.0 gut 650 Millionen Euro – ein Plus von 54 Prozent gegenüber 2014 – betragen. Davon fließt mehr als die Hälfte (347 Millionen Euro) in IT-Dienstleistungen, 125 Millionen in Network Services und weitere 105 Millionen in die ITK-Infrastruktur. Weitere 80 Millionen Euro werden für Softwarelösungen im Bereich Industrie 4.0 ausgegeben. 2018 soll dann die 2 Milliarden Euro Marke geknackt sein. (Quelle: Experton)

Während für 52 Prozent der großen Unternehmen Industrie 4.0 in diesem Jahr von großer Bedeutung ist, sehen dies nur 39 Prozent der Mittelständler so. Fertigungsunternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern tun sich noch schwer mit Industrie 4.0: Das Thema sei komplex (65 Prozent), es fehle an Ressourcen (75 Prozent) und Wissen (65 Prozent). Immerhin mangelt es nicht an Akzeptanz der Mitarbeiter oder Unterstützung durch die Geschäftsleitung – jeweils nur 20 Prozent sehen hier ein Problem. (Quelle: Bitkom, Experton)

Microsoft treibt den Markt

Das Betriebssystem Windows und die Büro-Software Office machen Microsoft mit 18% zum größten Softwarehersteller der Welt. Dahinter folgen IBM mit 8%, Oracle mit 7,9%, SAP mit 4,9% und Symantec mit 1,7% Prozent. Als einziger der größten fünf Anbieter konnte Microsoft 2013 seinen Marktanteil sogar um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Übrigens: Laut GfK verbringt ein Büroangestellter durchschnittlich sechs Stunden am Tag mit Microsoft Office. Sie produzieren dabei monatlich 600 E-Mails, 20 Dokumente, 15 Kalkulationen und 4 Präsentationen. (Quelle: IDC, GfK)

Die E-Mail boomt

Milliarden E-Mails jeden Tag 109 Milliarden geschäftliche E-Mails werden täglich weltweit gesendet und empfangen. In den nächsten vier Jahren soll sich diese Zahl sogar auf etwa 140 Milliarden erhöhen. 18 berufliche E-Mails bekommt jeder von uns im Durchschnitt täglich. Vor drei Jahren waren es nur 11 Mails pro Tag. Der Anteil derjenigen, die mehr als 40 Nachrichten pro Tag erhält hat sich im gleichen Zeitraum von sechs auf zehn Prozent erhöht. Damit steigt gleichzeitig der Bedarf für intelligente Lösungen, welche die E-Mail-Flut steuern und kontrollieren. (Quelle: Radicati, Bitkom)

Der SMS schlägt die letzte Stunde

Nur noch rund 1,3 Milliarden Euro, das sind 5 Prozent vom Gesamtumsatz (immerhin 24,8 Milliarden Euro), haben Mobilfunkanbieter 2014 mit der SMS verdient. Die Konkurrenz kommt vom mobilen Internet: Mit 33 Prozent war es im letzten Jahr ein echter Umsatztreiber. (Quelle: Dialog Consult/VATM)

Vier von zehn Mittelständlern setzen Tablets ein

Vollwertiger Notebook-Ersatz? Über 40 Prozent von mehr als 200 befragten Mittelständlern arbeiten mit Tablets. Tablets gehören inzwischen zur Firmenausstattung wie Notebook oder Smartphone, sind kein Statussymbol mehr und Teil des Unternehmensalltags geworden. Doch nur jeder fünfte kann sich bisher vorstellen, damit den klassischen PC abzulösen. (Quelle: techconsult)

Ausgaben für IT steigen

In diesem Jahr sollen die Ausgaben für IT weltweit um 2,4 Prozent auf 3828 Milliarden US-Dollar steigen. 335 Milliarden Dollar wollen Unternehmen dabei für Enterprise-Software ausgeben – ein Anstieg von 5,5 Prozent. Devices wollen sie sich 732 Milliarden Dollar kosten lassen (5,1 Prozent mehr), IT-Services 981 Milliarden Dollar – ein Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr. Die meisten Ausgaben fallen auch in diesem Jahr für Telecom-Services an (1638 Milliarden US-Dollar), wenngleich der Anstieg hier mit 0,7 Prozent am geringsten ist. (Quelle: Gartner)

geschrieben von: Robert Becker

Robert Becker

Robert Becker ist bei GBS als Product Manager Security & Collaboration tätig. Hier verantwortet er die Verbindung der Produktwelten und ist gleichzeitig Schnittstelle zwischen Produktmanagement, Sales und Marketing.

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