Alles auf Digital Business: Die 10 IT-Trends 2016

Digitale Business Strategien ganz klar im Blick

Top Thema: Digitale Transformation

Kein Jahresbeginn ohne den obligatorischen Blick in die Glaskugel. Die Experten der IDC (International Data Corporation) haben ihn bereits gewagt, Trends identifiziert und sie mit plausiblen Prognosen und Einschätzungen untermauert. Eines steht fest: Die IT-Welt ist im Umbruch – und der geht rasend schnell vonstatten. Dabei wird die Entwicklung Digitaler Business-Strategien 2016 die Herzensangelegenheit von CIOs.

Laut IDC-Prognosen sollten CIOs im kommenden Jahr folgende Top-Trends der IT-Welt im Auge behalten:

Digitale Transformation

Strategien für Digitale Transformation werden sich in den nächsten 5 Jahren verdoppeln Das Jahr 2016 steht ganz im Zeichen der Digitalen Transformation. Eigentlich stecken wir bereits mittendrin, denn schon heute werden immer mehr Prozesse in Büros und Industrien digitalisiert. Bis 2018, so erwartet die IDC, werden Unternehmen etwa 35 Prozent ihres IT- Budgets zum Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle aufwenden. Bis zum Jahr 2020 soll nach Meinung der Experten der Anteil auf bis zu 60 Prozent steigen.

Cloud-First

Ohne geeignete Cloud Technologie kommen CIOs auch in diesem Jahr nicht aus, denn die Cloud bildet die Basis für digitale Produkte und Services. Bis 2018 wird mindestens die Hälfte der IT-Ausgaben Cloud-basiert sein. Die IDC erwartet sogar, dass bis zum Jahr 2020 die Ausgaben für Cloud-Dienste, Hard- und Software zur Cloud-Unterstützung sowie für die Implementierung und das Management der Cloud-Services die 500 Milliarden Dollar-Grenze knacken wird. Das ist das Dreifache der heutigen Ausgaben rund um die Cloud.

Daten und Informationen werden zum Wettbewerbsvorteil

Bis 2017 werden 80 Prozent der CIOs weltweit ein “Data Transformation & Governance Framework” initiieren. Der Grund: Die Digitalisierung bringt Unmengen an Daten hervor. Zwar sind sich viele Unternehmen den Wert ihrer Daten bewusst, stehen aber hinsichtlich Prozessen und Governance noch ganz am Anfang. Die IDC rät, dass ein solches Framework unbedingt auch die jeweiligen Fachbereiche einbeziehen sollte. Die Informationen sollten über die verschiedenen Quellen hinweg integriert und den analytischen Lösungen zur Verfügung gestellt werden. CIOs sollten deshalb ihr Augenmerk auf Information Management Systeme legen, um Wissen zu teilen und Flexibilität und Agilität zu gewährleisten.

No mobile, no way

Mobility übernimmt höchsten Anteil am IT-Budget Die Entwicklung zu immer mehr Mobilität wird sich auch 2016 fortsetzen: Immer mehr, immer neue mobile Workstations, Tablets, Mini-Computer und Wearables werden im Geschäftsalltag ihren Platz einnehmen. Die IDC geht davon aus, dass die Ausgaben für Mobility Ende 2018 mit etwa 40 Prozent ihren höchsten Anteil am IT-Budget erreichen.

Internet der Dinge

Das Internet der Dinge spielt bei der digitalen Transformation eine tragende Rolle. Nach Einschätzung der IDC wird sich bis 2018 die Anzahl an vernetzten Geräte auf mehr als 22 Milliarden verdoppeln. Die Vielzahl an Geräten wird die Entwicklung neuer Applikationen bedingen – die IDC geht dabei von 200.000 neuer Apps aus. CIOs sollten deshalb nicht davor zurückschrecken, neue (mobile) Devices kritisch zu betrachten und sich die Frage stellen, wie diese Geräte genutzt werden können, um zusätzlichen Mehrwert für Kunden zu generieren und sich vom Wettbewerb abzuheben. Zudem steigen die Anforderungen an die Leistung der Rechenzentren, da IoT-Workloads bis 2018 rund ein Fünftel der neuen Server Kapazitäten in Anspruch nehmen werden.

IT-Sicherheit

Schaden gering halten lautet die Devise Im laufenden Jahr werden laut Prognose der IDC 70 Prozent der IT-Abteilungen ihren Ansatz beim Thema IT-Sicherheit verändern: Weg von “Schützen und Verteidigen” hin zu “Eindämmen und Kontrollieren”. Es ist ja auch logisch: Mit zunehmender Vernetzung, den immer komplexeren IT-Landschaften und unserer „always on“ Mentalität steigen auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit.

Althergebrachte IT-Sicherheitsmaßnahmen werden den immer größeren Angriffsflächen und ausgefeilteren Angriffsmethoden nicht mehr standhalten. Damit Verteidiger gegenüber Angreifern nicht ins Hintertreffen geraten, muss der Fokus von CIOs zunehmend darauf liegen, potentiellen Schaden gering zu halten. Nach Einschätzung von IDC gelingt dies einerseits durch Kontrolle, worauf eine Verbindung Zugriff hat. Andererseits auch durch Verbesserung der Sichtbarkeit von IT-Angriffen, so dass Gegenmaßnahmen effektiv und schnell greifen können bevor es ein Vorfall wird.

Rationalisierung

In Zeiten von Big Data kann die Rationalisierung der Ansätze zur Datengewinnung den wirtschaftlichen Nutzen erhöhen und gleichzeitig die zunehmende Komplexität der IT im Griff haben. So werden im Jahr 2016 75 Prozent der CIOs neue Rationalisierungsinitiativen starten, um die IT-Landschaft zu vereinfachen und Innovation zu ermöglichen.

10.000 Mal mehr Kunden und trotzdem mehr Kundennähe

Die Kundenansprache in Zeiten der Digitalen Transformation ist ein unglaublich komplexes Thema. Nach Prognose von IDC werden bis 2018 80 Prozent der B2C und 60 Prozent B2B Unternehmen ihre Digitalisierung umfassend überholen müssen. Die IDC nennt auch gleich den Grund: Eine im Vergleich zu heute um den Faktor 1000 bis 10.000 größere Anzahl an Kunden und Kunden-Touchpoints müssen unterstützt werden – und personalisierte Services werden dabei zur Pflicht.

Kreative Programmierer

Software Development Kapazitäten steigen Keine Frage: Die Digitale Transformation wird getrieben vom Software-Code. 2016 schlägt also die Stunde von talentierten, kreativen Software-Entwicklern. Denn die Fähigkeit, neue strategische Apps und Services zu kreieren, wird für eine erfolgreiche digitale Transformation entscheidend sein. CIOs müssen demnach verstärkt berücksichtigen, dass der Unternehmenserfolg davon abhängen wird, wie geschickt Dienste der dritten Plattform kombiniert und selbst entwickelt werden können. Laut IDC werden bis 2018 Unternehmen ihre Software Development Kapazitäten sogar mehr als verdoppeln.

“Cognitive Everything”

Die Bedienung von Systemen soll künftig durch Spracherkennung und andere Technologien deutlich vereinfacht werden. Einige Firmen, die mit großen Datenmengen „hantieren“, setzen bereits auf kognitive Systeme als probates Hilfsmittel. Allerdings sind derzeit gerade einmal 1 Prozent aller Apps mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. IDC schätzt, dass dieser Bereich aber stark zulegen wird und allein in diesem Jahr über eine Milliarde Dollar für kognitive Software-Plattformen ausgeben wird. Bis 2018 werden bereits über die Hälfte der Entwicklerteams kognitive Services in ihre Apps integrieren.

Fazit

Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass die IT in diesem Jahr stark geprägt sein wird von der Digitalen Transformation, von zunehmender Mobilität, der Cloud und dem Internet der Dinge. CIOs werden ihre Anstrengungen bei der Implementierung einer Digital-Transformation Strategie ausweiten (müssen) um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wie bewerten Sie die oben genannten IT-Trends? Inwiefern werden Strategien für Digitale Transformation auch in Ihrem Unternehmen umgesetzt? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

geschrieben von: Andreas Richter

Andreas Richter

Andreas Richter ist EVP Marketing & Product Management bei GBS und verantwortet die weltweite Marketing- und Produktstrategie. In seiner Arbeit verknüpft er umfassende Marketing-Expertise mit einem breiten Know-how in Bereichen wie IT-Sicherheit, E-Mail-Management, Collaboration, Social Business, Cloud, Compliance und Mobility.

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