Die Welt wird digital – Trends

Die nächste industrielle Revolution

Alexa! Mach das Licht aus!

Die Digitalisierung unserer Zeit verändert die Art wie wir arbeiten, interagieren und leben. Automatisierung ist tief verankert in unserem täglichen Leben. Von einfachen Dingen wie bewegungssensorischen Lichtern, zu Assistenten – powered von Artificial Intelligence – wie Siri und Alexa. Es ermöglicht Trends wie Smart Cities, Smart Homes und Smart Workplace, die direkt unseren Alltag und unsere Routine beeinflussen und unser Verhalten ändern. Ist das die nächste industrielle Revolution? Ich würde sagen – ja. Wir müssen uns an diese Umwälzungen anpassen und trotzdem im Einklang mit dem sich verändernden Geschäftsumfeld bleiben.

Grenzenlose Kommunikation

Welt wird digital Die technologischen Errungenschaften haben wir wie selbstverständlich in unserem persönlichen Leben übernommen. Wir nutzen unsere mobilen Geräte für alles und unser Leben ist praktisch „in unseren Handys“. Facebook und Twitter haben unsere Interaktion verändert und wir bewegen und in einer neuen Ära des sozialen Verhaltens. Kostenlose Internetkommunikation hat die Grenzen für uns geöffnet, um mit allen in Verbindung zu bleiben – wo auch immer wir sind. Spezialisierte Anwendungen ermöglichen es uns, verschiedene Aufgaben ohne Aufwand auszuführen. Dank der Entwicklung der Artificial Intelligence (AI) und Maschinelles Lernen (ML) unterstützen uns personalisierte Assistenten den ganzen Tag. Durch die Vernetzung können „Dinge“ selbstständig kommunizieren, messen, regeln, steuern, navigieren und dokumentieren. Der Begriff „Internet der Dinge” (IoT) lässt sich am besten mit „Smart Home” Technologien verdeutlichen, die heute schon gelebte Realität in fast jedem Haushalt sind, verschiedene Bereiche unseres Lebens verbinden und automatisieren. Die Vernetzung von Haustechnik und Haushaltsgeräten, wie zum Beispiel die Bedienung von Lampen, Jalousien, Türschlössern, Heizung, Kühlschrank, Herd oder Waschmaschine können in unserer Abwesenheit oder auch von der Couch aus, unsere Assistenten Alexa oder Google home für uns regeln.

Auch Unterhaltungsgeräte wie TV oder HiFi-Anlagen können in einem intelligenten Wohnhaus mitvernetzt werden. NutzerInnen können so schon unterwegs die Heizung aufdrehen. Türschlösser öffnen sich, sobald man sich mit seinem Smartphone der Haustür nähert, oder der Kühlschrank erinnert daran, dass sich die Haltbarkeit der Milch dem Ende nähert.

Anlieferung direkt am Fenster im 3.OG

Die Interaktion erweitert sich von Mensch zu Maschine, von Maschine zu Maschine. Technologien wie Blockchain ermöglichen eine sichere Zusammenarbeit zwischen den Maschinen, so dass z.B. Amazon-Drohnen bald mit unseren intelligenten Fenstern kommunizieren können und eine Lieferung direkt bei uns im Wohnzimmer im 3.OG erfolgen kann.

Die Kommunen übernehmen immer mehr Verantwortung für die Smart Cities. So werden Straßenlaternen programmiert, die die Verhaltensweisen der Menschen erfassen, die die Intensität und den Zustand, basierend auf Verkehr, Tageszeit usw. steuern. Dadurch reduziert sich der Stromverbrauch und damit die Kosten für die Stadt und die Sicherheit wird erhöht. Clevere Parkassistenten können uns zum nächstgelegenen verfügbaren Parkplatz navigieren. Langes Suchen und „Rumkurven“ hat damit ein Ende und verringert somit die Verschmutzung und den Verkehr in den Städten. Parksysteme, die mit Ampeln vernetzt sind, können potentielle Engpässe vorhersagen, den Verkehr in der Stadt optimieren und die Autofahrer auf kürzeste Wege hinweisen.

Mitarbeiter werden anspruchsvoller

Welt wird digital Die Erwartung ist groß, dass wir an unserem Arbeitsplatz dieselben digitalisierten Technologien nutzen können, wie in unserem Privatleben. Wir möchten z.B. unser Telefon für alles nutzen. Dies stellte neue Herausforderungen für die IT dar, die für die Sicherung von Informationen und Netzwerken verantwortlich ist. Damit ist klar, dass das Konzept für einen modernen Arbeitsplatz neu zu entwickeln ist. Arbeitgeber müssen, um qualifizierte Mitarbeiter zu binden, Bring Your Own Device und Mobile Workplace anbieten. Collaboration-Tools und die Cloud ermöglichen es den Mitarbeitern von überall auf ihre Informationen zuzugreifen. Das ist die Grundlage um deren Produktivität und Engagement zu steigern.

Die Digitalisierung verändert nicht nur unsere persönlichen Gewohnheiten, sondern auch die Art und Weise, wie wir Geschäfte machen. Technologie ist tief in unsere Geschäftsprozesse und Kundeninteraktionen eingebettet. Die Weiterentwicklung von AI und ML ermöglicht die Automatisierung komplexester Prozesse, die vor 10 Jahren undenkbar waren. Natürlich bedeutet dies auch, dass auf traditionelle Geschäftsprozesse Druck ausgeübt wird. Diese müssen nun neue Wege finden zu wachsen und sich zu entwickeln.

Wer nicht digitalisiert, wird abgehängt

Die Veränderungen haben begonnen, auch große Unternehmen zu beeinflussen. Diejenigen, die ihre Geschäftsprozesse nicht anpassen, werden nicht „überleben“.
Beispielsweise:

  • Die Borders-Buchhandelskette hat sich nur langsam an den Anstieg der e-Books angepasst und keine benutzerfreundliche E-Commerce-Website aufgebaut. Durch die Übermacht von Amazon ging der Buchladen schließlich bankrott.
  • Eastman Kodak, das seit den späten 1800er Jahren bekannte Fotounternehmen, musste 2012 Insolvenz anmelden. Kodak konnte sich nicht an das Zeitalter der digitalen Fotografie anpassen.
  • Die Pleite des US-Marktführers Blockbuster 2020 zeigt: Stationäre Videotheken werden es nicht schaffen. Marktführer sind RedBox und Netflix, die das digitale Distributionsgeschäft umsetzen.

Alle diese Unternehmen haben den Moment verpasst, ihr Geschäft ins digitale Zeitalter zu transformieren – in ein Zeitalter des intelligenten Automatismus. Intelligente Städte, Smart Homes, personalisierter Einzelhandel, Herstellung, Landwirtschaft, selbstfahrende Autos – nur um einige wenige zu nennen – alle Bereiche unseres Lebens werden künftig von digitalen Technologien betroffen sein.

Schlichte Automatisierung war gestern

Welt wird digital AI, Big Data, maschinelles Lernen oder Robotics gibt es schon seit einiger Zeit. Doch aufgrund der technologischen Entwicklung werden sie zu Transformatoren. Was mit schlichten Automatisierungen zur Vereinfachung unserer täglichen Aufgaben begann, betrifft inzwischen die gesamte Prozesskette:

  • Wir starteten mit einfachen Produktionslinien und fügten Roboter hinzu, um die Qualität zu verbessern, schneller und eben automatisierter zu machen.
  • Wir wollten ursprünglich die Abhängigkeiten innerhalb der Prozesse verstehen und Werkzeuge erstellen, um verschiedene Parameter zu analysieren. Jetzt wollen wir, dass die Maschinen aus den Informationen lernen, Entscheidungen verbessern und automatisch mit der wachsenden Datenmenge umgehen können.
  • Wir begannen mit Autopiloten, um Geschwindigkeiten zu kontrollieren. Wir entwickelten sie, um Gefahren zu erkennen und die Geschwindigkeit anzupassen. Und nun führen wir selbstfahrende Autos ein und Roboter, die Motorräder fahren können.
  • Wir können zum Mond fliegen. Aber warum kann das eigentlich nicht jeder?

Wir leben in herausfordernden Zeiten und müssen uns nicht nur an die dynamischen Veränderungen anpassen, sondern auch lernen, wie wir an einen modernen Arbeitsplatz von den Möglichkeiten profitieren können, die die Digitale Transformation bietet.

Neue Arbeitsplätze entstehen

Der KI-basierte Unternehmenswert wird laut Gartner 2022 voraussichtlich 3,9 Billionen US-Dollar erreichen. In den kommenden Jahren wird AI zu noch größeren Arbeits- und Interaktionsveränderungen führen und viele traditionelle Jobs werden vordefiniert sein. Aber trotz der Vorhersagen, dass die Arbeitslosigkeit steigt, werden eher neue Arbeitsplätze entstehen. Der Fokus ist künftig auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen und die Zusammenarbeit zwischen Menschen einerseits und zwischen Menschen und Maschinen andererseits gerichtet.

Vernetzte Geräte – großer Datenanstieg

In diesem Zusammenhang werden laut Business Insider Investitionen in IoT zwischen 2017 und 2025 fast $ 15 Billionen betragen und dies hängt mit dem großen Datenanstieg zusammen, der durch die vernetzten Geräte generiert wird. Unternehmen werden in der Lage sein, ihre Geschäftsprozesse und Kosten zu optimieren, ihre Effizienz zu steigern und verlässliche Analysen zu implementieren. Der moderne Arbeitsplatz ist ein wichtiger Aspekt, der sich schnell ändert. Unternehmen dürfen nicht nur den Trends folgen, sondern müssen klare Visionen für ihre zukünftige Entwicklung haben. Neue Technologien haben positive Auswirkungen auf die Mobilität und ermöglichen den Menschen, sich auf mehr Arten, an mehr Orten und in mehr Situationen als je zuvor zu verbinden.

Der Himmel soll die Grenze sein? Vielleicht schauen wir einmal weiter.

Digitalisierung und moderne IT-Infrastrukturen: Da geht noch was!

Lesetipp Unternehmen modernisieren ihre IT-Infrastrukturen nur sehr zögerlich und verlieren somit wertvolle Zeit. Wer diesen Trend verpennt, wird wohl in nicht allzu ferner Zukunft einen sicheren und reibungslosen IT-Betrieb nicht mehr gewährleisten. Das bestätigen die Ergebnisse der neuen IDC Studie „Next Generation Data Center in Deutschland 2018“.

geschrieben von: Alexander Tzonev

Alexander Tzonev

Alexander Tzonev ist CTO bei BULPROS und ein erfahrener Manager mit fundiertem Hintergrundwissen in den Bereichen Software-Engineering, funktionsübergreifendes und Cross-Geo-Team-Management sowie Prozessoptimierung. Seine Expertise beinhaltet verschiedene Aspekte der IT von Systemarchitekturen über Collaboration bis hin zu Analytics und Sicherheit.

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