Der moderne Arbeitsplatz der Zukunft

Wenn Digitalisierung und Mobilität die Art der Arbeit verändern

Feste Arbeitsplätze sterben aus

Leistungsfähige, mobile Endgeräte und hohe Bandbreiten: Mitarbeiter können heute von überall aus auf die Ressourcen ihres Arbeitgebers zugreifen. Und das tun sie nach Einschätzung von Pierre Audoin Consultants (PAC) ganz offensichtlich bereits. Die Studie besagt, dass 46 Prozent aller Angestellten schon heute mobil arbeiten, 42 Prozent vom Home Office aus. Keine Frage, die Arbeitswelt befindet sich im Wandel – im digitalen Wandel.

Der digitale Arbeitsplatz

Quelle: Citrix Consumerization, digitale Kompetenz, sich verändernde Arbeitsmodelle, erhöhte Mengen von Informationen und der Wunsch der Mitarbeiter zu teilen und zusammenzuarbeiten: All das stellt Unternehmen, insbesondere CIOs, vor ganz neue Herausforderungen. Laut einer Studie des Analystenhauses Crisp Reseach in Kooperation mit Citrix Systems gehen bereits 40 Prozent der Entscheider von DACH-Unternehmen davon aus, dass der feste Arbeitsplatz – oder anders ausgedrückt: die Präsenzkultur – ausstirbt. Es spielt inzwischen kaum noch eine Rolle, von wo aus gearbeitet wird. Solange die Leistung, die der Mitarbeiter für das Unternehmen erbringt, stimmt. Voraussetzung dafür sind IT-Lösungen, mit denen Anwender tatsächlich von jedem Ort aus produktiv arbeiten können.

Die Investition in innovative Technologien lohnt sich allemal: Gesteigerte Produktivität der Mitarbeiter durch verbesserten Zugriff auf bestehendes Wissen und Wissensaustausch, höhere Flexibilität und Agilität sowie kreative und innovative Mitarbeiter dürften der Lohn sein.

Selbstorganisations-Kultur: Anwender werden aktiv

Austausch gehört dazu Mitarbeiter erwarten bereits heute schnellen Zugriff auf alle Anwendungen, die sie für ihre Aufgaben benötigen. Stellt die IT-Abteilung wichtige Werkzeuge nicht zur Verfügung, werden sie eben selbst aktiv und greifen beispielsweise auf kostenlos verfügbare Web-Anwendungen und Cloud Services zurück. Mit Self-Service-Angeboten wie Enterprise App Stores kann und muss die IT sich auf dieses veränderte Nutzerverhalten einstellen. Unser Tipp: Damit Anwender nicht auf eventuell unsichere Alternativen ausweichen, sollten businesstaugliche Lösungen für Aufgaben wie Filesharing, Online-Meetings und Teamwork bereitgestellt werden.

Von dieser neuen „Selbstorganisations-Kultur“ der Mitarbeiter profitieren Unternehmen zusätzlich mit flexiblen Office-Konzepten: Wenn sich Mitarbeiter je nach Arbeitssituation immer wieder neu gruppieren können, um gemeinsam mit Kollegen an Projekten zu arbeiten, statt an Büroetagen gebunden zu sein, fördert das die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit.

Die Generation Y macht es vor: Work-Life-Balance

Arbeit und Privatleben im Einklang Eine zentrale Schlüsselrolle nimmt nach und nach die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Gerade die jungen Talente der „Generation Y“ legen oft genauso viel Wert auf eine angemessene Work-Life-Balance wie auf Karriere- und Gehaltsperspektiven. Die IT muss hier künftig sichere und flexible Zugriffsmöglichkeiten schaffen, die jedes Arbeitsplatzszenario abbilden. Unternehmen, die das schaffen, werden als Arbeitgeber für hochqualifizierte Fachkräfte natürlich attraktiver.

7 Trends prägen den Arbeitsplatz von morgen

Die Studie „Evolving Workforce Research“ der Unternehmen Dell und Intel hat die Veränderungen der Arbeitswelt in der Internet-Ära untersucht und hat die folgenden sieben Trends ausgemacht, die wir Ihnen an dieser Stelle kurz zusammenfassen wollen:

  • Crowdsourcing: Virtuelle Teams arbeiten über moderne Kommunikationsmittel miteinander zusammen. Das Team zeichnet sich durch flache Hierarchien und ohne festes Beschäftigungsverhältnis aus.
  • Das Arbeitsergebnis zählt: Da aufgrund des Crowdsourcings geregelte Arbeitszeiten in den Hintergrund rücken und sich die aufgewendeten Arbeitsstunden ohnehin nur noch schwer erfassen lassen, rücken outputorientierte Messmethoden in den Fokus.
  • Einsatz unterschiedlicher mobiler Endgeräte und Betriebssysteme: Dank Cloud Computing können die Endsysteme auf beinah unendlich großen Vorrat an Daten und Anwendungen zugreifen. Durchsetzen werden sich dabei aber nur diejenigen Systeme, die sich nahtlos in bestehende IT-Landschaften integrieren lassen.
  • Konflikt der Generationen: Wenn erfahrene, ältere Kollegen auf junge Digital Natives treffen, kann es durchaus zu Spannungen kommen, weil beide einen unterschiedlichen Umgang mit IT und Kommunikationstechnik gewohnt sind. Die Bildung heterogener Teams – hinsichtlich ihres Alters, ihrer Kultur und ihres ethnischen Hintergrundes – wird den Wissensaustausch fördern.
  • Werte statt Regeln: Mitarbeiterleistung kann durch moderne IT analysiert werden. Arbeitsprozesse werden so reglementiert und kontrolliert. Vertrauen ist hier das A und O: Damit Arbeitnehmer sich nicht ständig kontrolliert fühlen, sollten zukunftsorientierte Unternehmen deshalb eher auf werte- statt regelbasierte Modelle setzen.
  • Bring Your Own Device (BYOD): Ob es die eigenen privaten Smartphones und Notebooks oder Social Media Aktivitäten sind: Arbeitnehmer von Morgen sind mit diesen IT-Systemen nicht nur bestens vertraut und können effizient damit umgehen, sie gehören auch zu ihrem selbstbestimmten Lebensstil und werden ganz natürlich in den Büroalltag integriert. Wer es schafft, private Systeme in die Unternehmens-IT zu integrieren, fördert die Produktivität und Effizienz. Doch wir raten hier zur Vorsicht: Die Kontrolle über sensible Firmendaten sollte die IT-Abteilung angesichts der angespannten Sicherheitslage nie aus der Hand geben. Ein klare Trennung ist unbedingt erforderlich. Business-Apps beispielsweise sollten ausschließlich in geschützten Umgebungen auf dem Mobilgerät des Anwenders ausgeführt werden.
  • IT vor neuen Aufgaben: Mitarbeiter werden sich wegen der Verfügbarkeit moderner IT-Systeme bewusst für oder gegen einen Arbeitgeber entscheiden. CIOs sollten das berücksichtigen.

Infografik - Moderner Arbeitsplatz

New Way to Work – GIS setzt auf innovative Arbeitsplatzkonzepte

LesetippGrundvoraussetzung für digitales Business ist der digitale Arbeitsplatz. Doch welche Ziele versprechen sich Unternehmen, die darin investieren? Die GIS AG ermöglicht seit Kurzem ihren Mitarbeitern völlig neue Arten des Arbeitens. Dr. Marcel Kirchner, Digital Workplace Consultant und Trainer bei der GIS AG, berichtet in diesem Gastbeitrag über den Weg des Unternehmens zum passenden, individuellen Bürokonzept.

Fazit

Der Wandel zum Arbeitsplatz der Zukunft wird durch die rasante Entwicklung der Kommunikationstechnik vorangetrieben. Und genau an dieser Stelle sollten Arbeitgeber den Hebel ansetzen und individuelle Konzepte entwickeln. Die Integration Sozialer Medien, die Bereitstellung einer umfassenden Kommunikationsstruktur und die Einbindung privater Endgeräte bieten Chancen, um Arbeitnehmer an eine Firma zu binden und die Arbeit effektiv zu gestalten.

geschrieben von: Diana Jensen

Diana Jensen

Diana Jensen ist Marketing Campaign Manager bei GBS. In dieser Position steuert sie die Media- und Kampagnenplanung im Print- sowie Online-Bereich. Sie trägt zusätzlich die redaktionelle Verantwortung für den GBS Blog und GBS Newsletter.

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