Big Data: Daten werden zum Produkt

Megatrend Data Economy

Big Data – Die Daten werden zum Produkt

Dieser Slogan beschreibt in Kurzform die Auswirkungen des Big Data-Phänomens auf die Wertschöpfungs- und Geschäftsmodelle in der Industrie- und Dienstleistungslandschaft. So ist evident, dass durch die voranschreitende Digitalisierung von nahezu allen Geschäftsmodellen und -prozessen, das Volumen und die Aktualität der zur Verfügung stehenden Daten explodiert und vollkommen neue Nutzungs- und Kommerzialisierungsmöglichkeiten bietet. Je nach Branche ergeben sich somit vielfältige Optionen, um mittels Big Data entweder bestehende Geschäftsprozesse zu optimieren oder komplett neue Produkte und Dienstleistungen zu erschaffen.

Big Data macht's möglich Auf dem Weg zu einer „Data Economy“ verändern sich auch die Wertschöpfungsketten. So kommen neue Wertschöpfungsstufen hinzu (z.B. Datenmarktplätze), die jeweils unterschiedliche Skills und Automatisierungsgrade aufweisen. Dank einer umfangreichen Optimierungs- und Entwicklungswelle wurden neue Technologien, Produkte, Dienstleistungen und vor allem Möglichkeiten geschaffen, die exponentiell steigenden Datenvolumina auf anspruchsvollem Niveau zu verarbeiten und zu visualisieren.

Konventionelle Datenbanken können den fortwährend steigenden Anforderungen nach Kapazitätsgrenzen, Reaktionszeiten und Visualisierungsmöglichkeiten oft nicht mehr Stand halten. Daher wurden mit NoSQL (für unstrukturierte Daten), Hadoop-Frameworks und In-Memory-Datenbanken Wege gefunden, die teilweise auf bestehende Systeme aufbauen und dennoch eine Revolution Ihrer Möglichkeiten mit sich bringen.

Man muss sich dennoch vor Augen führen, dass sowohl die Anbieter, aber auch die Anwender, vor einer großen, aber sicherlich machbaren Herausforderung stehen. So gilt es, die neuen Möglichkeiten einerseits möglichst optimal auszuschöpfen und andererseits vorhandene Systeme sinnvoll in den Wertschöpfungsprozess mit einzubeziehen.

Sofern beide Parteien die jeweiligen Anforderungen weitgehend sicher meistern können, wird Big Data auch zukünftig ein Innovationstreiber und ein Key Factor für die immer wichtigere Data Economy.

Big Data im Mittelstand

Die obige Analyse mag für viele mittelständische Unternehmen erst einmal wie abstrakte Zukunftsmusik klingen – außer diese sind im Bereich E-Commerce tätig. Diese Zukunft liegt allerdings in nicht allzu großer Ferne. Zumindest gibt es eine weitere Ebene, die es als Unternehmen zu betrachten gilt. Und diese wirft schon heute drängende Fragen auf. Durch die massiv steigende Vernetzung aller Geschäfts- und Lebensbereiche wird jedes Unternehmen über kurz oder lang mit der Herausforderung konfrontiert sein diese rapide wachsenden Datenmengen zu verarbeiten.

Die Unternehmens-IT zukunftssicher auf diese Tatsachen auszurichten betrifft daher nicht nur Enterprise-Unternehmen, sondern Firmen nahezu aller Größe.

Die Kernfragen für mittelständische Unternehmen lauten somit:

  • Bin ich als Unternehmen mit meiner heutigen Infrastruktur und Architektur meines Datacenters in der Lage den bevorstehenden „Daten Tsunami“ zu bewältigen?
  • Wie sollte eine flexible, zukunftsfähige Netzwerk- und Storage-Infrastruktur aussehen?
  • Ist es zielführend dieses Investment selbst zu stämmen, oder ist es sinnvoller sich zukünftig für einen externen Betrieb zu entscheiden?

Diese Fragen können nur individuell geklärt werden, pauschale Antworten gibt es nicht. Nur eines sollte ganz klar sein: Es ist jetzt die Zeit sich mit diesen Fragen zu beschäftigen!

geschrieben von: Steve Janata

Steve Janata

Steve Janata ist Senior Advisor beim Analystenhaus Experton Group AG und leitet dort die Cloud & Innovation Practice. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Arbeit liegen auf den Themenfeldern Cloud Computing, Big Data, Social Enterprise und Mobile.

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