Computerwurm

Ein Computerwurm – oft auch kurz „Wurm“ genannt – ist ein schädliches Softwareprogramm und zählt damit zur Familie der Malware.

Würmer erzeugen auf einem Computer oder in einem Netzwerk selbstständig Kopien von sich selbst. Jede dieser Kopien vervielfältigt sich erneut, so dass sich ein Computerwurm binnen kürzester Zeit in einem System ausbreitet. Ein Computerwurm infiziert anders als ein Virus keine Dateien oder Bootsektoren.

Computerwürmer gelangen über eine Netzwerkverbindung oder einen Wechseldatenträger, zum Beispiel einen USB-Stick, auf einen Rechner. Dort eingetroffen, muss ein Computerwurm ausgeführt werden. Die Ausführung erfolgt entweder automatisch oder durch den Benutzer selbst, beispielsweise indem dieser einen E-Mail-Anhang mit darin verstecktem Wurm öffnet oder einem Link innerhalb einer E-Mail folgt. Die Aktivierung erfolgt dann allein durch das Öffnen und der Wurm beginnt sich auf dem Zielrechner zu duplizieren. Die andere bereits erwähnte Form der Verbreitung ist die automatische Verbreitung, bei der der Computerwurm Sicherheitslücken in einer Anwendungssoftware oder in einem Hilfsprogramm, beispielsweise im E-Mail Programm, ausnutzt. Im Zielsystem angekommen, beginnt der Wurm mit seiner Vervielfältigung, ohne dass der Anwender davon etwas mitbekommt oder gar aktiv werden muss.

Computerwürmer können große technische Schäden anrichten, wie beispielsweise Speicherplatz blockieren oder Daten sowie Hardware zerstören. Einige Computerwürmer senden verhältnismäßig harmlose Existenzberichte, die den Anwender darüber informieren, dass ihr System von einem Wurm befallen wurde.

geschrieben von: Richard Koncz

Richard Koncz

Richard Koncz ist im Marketingteam der GBS verantwortlich für die Bereiche Webseiten-Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Social Media.