Computervirus

Ein Computervirus – oder kurz „Virus“ – ist ein Schadprogramm, das sich vom Anwender unbemerkt in einen Computer oder in ein Netzwerk einschleust und dort Software, Daten oder Betriebssysteme ausspäht, beschädigt, verändert oder sogar gänzlich zerstört. Zwar gehört ein Computervirus damit zur Familie der Malware, ist aber im Gegensatz zum verwandten Computerwurm darauf aus, Dateien und Bootsektoren des befallenen Systems zu infizieren.

Viren verbreiten sich, anders als Würmer, passiv, sprich ausschließlich durch Hilfe des Computerbenutzers. Viren gelangen auf ein anderes System also nur durch kopieren einer infizierten Datei durch einen Anwender.

Computerviren können nach vier Typen unterschieden werden: den am häufigsten verbreiteten Programm- und Skriptviren sowie Makro- und Bootsektorviren. Sobald der Wirt, beispielsweise ein Programm, gestartet wird, wird auch der Virus aktiv und reproduziert sich selbst. Er nistet sich im Arbeitsspeicher ein, um gleichzeitig auf der Festplatte nach noch nicht infizierten Programmen zu suchen. Dass ein Virus dafür seinen Wirt kennzeichnen muss, um zu erkennen, ob eine Datei schon befallen ist, nutzen Anti-Virenprogramme: Sie setzen genau an dieser Stelle an und suchen nach diesen Kennzeichnungen.

Die meisten Computerviren sind darauf aus, nicht aufzufallen und gelöscht zu werden, um sich so weit wie möglich zu verbreiten. Deshalb sind moderne Viren inzwischen in der Lage sich zu tarnen. Um nicht vom Virenschutzprogramm erkannt zu werden, können sie beispielsweise ihr „Aussehen“ verändern oder ihre Spuren “verwischen“, also dem Schutzprogramm die ursprüngliche Größe einer infizierten Datei vorgaukeln.

geschrieben von: Richard Koncz

Richard Koncz

Richard Koncz ist im Marketingteam der GBS verantwortlich für die Bereiche Webseiten-Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Social Media.